Wochenhighlight im Dezember

5. Dezember 2008, 20:15 Uhr, zum 70. Geburtstag von J.J. Cale

To Tulsa and back - On tour with J.J. Cale
Ein Film von Jörg Bundschuh

Geld und Ruhm haben ihm nie viel bedeutet. Obwohl er die Regeln des Musikgeschäfts nie befolgt hat, schrieb er einige der größten Hits aller Zeiten und bestimmte auf seine zurückhaltende Art ganz wesentlich die populäre Musik der letzten Jahrzehnte. Er gilt als geheimnisumwobene Legende, als einer, der Erfolg immer anders definiert hat als seine Kollegen. Lange lebte er zurückgezogen in einem Wohnwagen ohne Telefon. Manchmal lagen mehr als sechs Jahre zwischen seinen Konzertauftritten und neuen Platteneinspielungen.

Und doch genießen seine Person und seine Platten weltweit Kultstatus. J.J. Cale kreierte den Tulsa Sound, eine Mischung aus Rock'n Roll, Country, Blues und Jazz. Für Eric Clapton ist er der einzige andere Musiker, der er selbst gerne wäre und einer der Wichtigsten. Für Neil Young sind Jimmy Hendrix und Cale die grössten E-Gitarristen und die Dire Straits bekennen, ihren Sound ganz auf J.J. Cales Stil aufgebaut zu haben. Zu seinen Fans zählen Musiker aus allen Generationen und Stilrichtungen von Willie Nelson, über Tom Petty bis zu Widespread Panic. Er ist der Musiker der Musiker.

Eric Clapton hatte zwei seiner größten Hits mit Cales ›After Midnight‹ und ›Cocaine‹. The Band, Johnny Cash, The Allman Brothers, Brian Ferry, Maria Muldaur, Lynyrd Skynyrd, Jose Feliciano, Santana, Deep Purple und viele andere haben Songs von Cale eingespielt wie ›Call Me The Breeze‹, ›Anyway The Wind Blows‹, ›Cajun Moon‹, ›Call the Doctor‹, ›Crazy Mama‹, ›Magnolia‹, ›Sensitive Kind‹, ›Travelin Light‹ ...

Zum ersten Mal hat der medienscheue Cale einem Film über seine Musik, sein Leben und seine Karriere zugestimmt. Der Dokumentarfilm von Jörg Bundschuh folgt ihm durch sechs US-Bundesstaaten während seiner To-Tulsa-And-Back-Tour.